Hausaufgaben gemacht (II)

…denn alles was er tat brachte Erfolg….
nun, er lebte und arbeitete als ein junger, angesehener und geachteter Sklave im Hause eines königlichen Beamten. Ende gut alles gut.
Tja, wäre nett, wenn das Leben nett wäre…

Nach dem die Frau seines Vorgesetzten ihn erfolglos „verführte“,  erzählte sie ihrem Mann- aus Ärger über ihren missglückten Ehebruch (wie peinlich)- dass dieser Sklave, den er ins Haus geholt hatte, sie genötigt hätte mit ihr zu schlafen.
Das was dann folgte- logische Konsequenz. Er verlor seinen Job und landete im Knast. Kalt, düster, dreckig und langweilig.

Was er war: einsam. Was er hatte: nichts.
Außer der Freundschaft zu seinem lebendigen Gott.
Und das war alles was er brauchte. Denn alles was er tat, brachte Erfolg. (1. Mose 39,23)

Und so kam er zu der Ehre, Aufseher seiner Mitgefangenen zu werden und für alles verantwortlich zu sein, was dort geschah.
Zwei Jahre verbrachte er dort bis ihm seine „Traumgabe“ sein SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG wurde.
Was geschah in den zwei Jahren?
Ich glaube wäre er einer von der agressiven Sorte gewesen und hätte er sich von seiner schlechtesten Seite gezeigt, wären aus den zwei Jahren schnell zwanzig geworden. Oder zwölf. Oder was dazwischen.

Was er in dieser Zeit sicherlich nicht ahnte war, dass die zwei Jahre Staatsgefängnis „nur“ eine weitere „Haltestelle“ für ihn sein sollte. Eine Schule die ihn auf das vorbereitete, was danach auf ihn zu kommen würde.
Alle seine Skills die ihm noch fehlten um auf der Stufe weiter nach oben zu klettern sammelte er dort ein.
Er hatte seine Hausaufgaben gemacht und ihm sollte mehr anvertraut werden, denn er war zu höherem berufen…

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Der Schlüssel zum Erfolg (I)

Ich möchte dir gern einen Mann vorstellen den ich kennengelernt habe bzw. das was ich vom ihm kennengelernt habe.

Er war das Lieblingskind seines Vaters, er war verwöhnt und entweder eingebildet oder ziemlich selbstbewusst. In seinen Träumen die er in seinen Jugendtagen hatte, hatte er eine ziemlich abgefahrene, hohe Position zwischen all seinen Geschwistern und seinen Eltern.
Nun gut. Wie dem auch sei. Mit einem Bruder der nervt kann man leben. Naja aber nicht für immer.
Er war 17 Jahre alt als er von seinen Brüdern verkauft wurde und in einem weitentfernten Land wieder „aufwachte“ (man nennt das übrigens auch Menschenhandel)
Das heißt er war weit weg von allem Luxus, aller menschlichen oder sagen wir mal freundschaftlicher Liebe und Nähe- unfreiwillig.

Was er war: einsam. Was er hatte: nichts.
Außer der Freundschaft zu seinem lebendigen Gott.
Und das war alles was er brauchte. Denn alles was er tat, brachte Erfolg. (1. Mose 39,2)

Lovestory

Er entschloss sich es schön zu machen, damit sie sich wohlfühlen und alles haben. Es sollte werden wie in einem Wohnzimmer- es sollte ihr zu Hause werden. Also dachte er sich in Perfektion alles aus woran sie sich freuen konnten. Es waren Düfte dabei, Geräusche, Blumen, Farben, Ameisen, Winde, Lichter, Tau, Gefühle, Höhlen, Materialien aller Art die für alles Mögliche verwendet werden konnten und zu guter letzt machte er SIE. Die Menschen. Denen er all das schenkte, was er zu vor in unglaublicher Liebe zum Detail vorbereitet hatte.
Es war genau so, wie er es sich vorgestellt hatte. Er freute sich wie ein kleiner Junge, der mit seinen Bauklötzen sein absolutes Lieblingsmeisterwerk gebaut hatte. Er bestaunte es von allen Seiten und sagte sich- besser hätte ich es nicht machen können.Doch dann wurden die Menschen auf andere Gedanken gebracht. Sie  konnten sich nicht mehr über die Schönheit ihres Lebens  freuen und dem Meister dafür tagtäglich mit Lobgesängen ihren Dank ausdrücken.

Sie fingen an, den Meister zu hinterfragen, und machten sich heimlich davon um ihren eigenen Plänen nachzulaufen. Sie konnten nicht mehr glauben, dass der Meister und seine Schönheit reicht um glücklich zu leben.
Der Meister sah zu wie das was er in liebevoller Arbeit geformt hatte, anfing sich rücksichtslos selbst zu zerstören.

Also entschloss er sich dazu sein „Bauwerk“ wieder kaputt zu machen.

An dieser Stelle bleibe ich meistens stehen und frage mich, was hat er wohl dabei gefühlt?!

Erstens haben sich seine Menschen von all dem verabschiedet was er für sie vorbereitet hatte damit sie machen können was sie wollen (hm, ganz schön undankbar…).
Zweitens, musste er dass, was er so liebt und wo er sein ganzes Herzblut hinein gegeben hat, wieder vernichten, weil das der einzige Weg war um wenigstens einen kleinen Teil zu retten (1. Mose 6)

Und das ist so ungefähr der Anfang einer spannenden Liebesgeschichte zwischen Gott und Mensch. Und wir sind die Hauptfiguren dieser unfassbaren Geschichte.